Das Pensionskonto

 

Das Pensionskonto

Mit Inkrafttreten der Pensionsharmonisierung am 1. Jänner 2005 wurde auch das Pensionskonto ins Leben gerufen. Es gibt Auskunft über die aktuelle Höhe der Pension und gilt einstweilen für jene Versicherten, die nach dem 1. Jänner 1955 geboren wurden. Versicherte mit Geburtsdatum vor dem 1. Jänner 1955 sind bis inkl. 2014 nicht davon betroffen.

Das neue Pensionskonto der Pensionsversicherungsanstalt (PVA ) stellt ein einheitliches, transparentes System zur Pensionsberechnung dar. Dabei werden einmalig alle bislang erworbenen Ansprüche aus dem alten Pensionssystem auf dem neuen Pensionskonto gutgeschrieben. Ab diesem Zeitpunkt wird die Pension nur noch über das Pensionskonto ermittelt, eine Parallelrechnung entfällt.

Das neue Pensionskonto gilt für Frauen Männer mit Geburtsdatum ab 1. Jänner 1955. Ausgenommen davon sind jene Menschen, die vor dem 1. Jänner 1955 geboren sind (ihre Pension wird noch nach dem alten System berechnet) sowie Bundesbeamte und ÖBB-Bedienstete.

Anhand der Erstgutschrift lässt sich die zukünftig zu erwartende Pensionshöhe errechnen (siehe z. B. AK-Pensionsrechner, untenstehende links). Damit ergibt sich nicht nur das zu erwartende Einkommen im Ruhestand, sondern es bietet sich die Chance, drohende finanzielle Lücken mit Vorsorgemaßen zu entschärfen.

Berechnung

Grundsätzlich gilt: Das Pensionskonto ist leistungsorientiert, zugrundeliegt ihm die Formel 80/65/45. Soll heißen: Wer mit 65 Jahren und 45 Versicherungsjahren in Pension geht, soll als Pension 80 Prozent seines durchschnittlichen Erwerbseinkommens erhalten.

Das Pensionskonto setzt sich aus folgenden Gutschriften zusammen:

  • Kontogutschrift (Teilgutschrift): Für jeden angerechneten Monat werden 1,78 Prozent der Beitragsgrundlage (Bruttoeinkommen) als Pensionsbeitrag auf dem Pensionskonto gutgeschrieben. Pro Jahr können Beiträge bis zur 14-fachen monatlichen Höchstbeitragsgrundlage gut geschrieben werden. Die Höchstbeitragsgrundlage für 2014 beträgt 63.420 EUR/Jahr.
  • Gesamtgutschrift: Darunter versteht man alle bisherigen Gutschriften plus die Gutschrift des laufenden Kalenderjahres. Die Gesamtgutschrift des vergangenen Jahres erfährt dabei eine Aufwertung durch einen Faktor, dem die Entwicklung von Löhnen und Gehältern zugrundeliegt.
  • Aufwertungszahl: Die Aufwertungszahl nach dem Allgemeinen Pensionsgesetz (APG) ist höher als bei der Altpension und entspricht der Steigerung der durchschnittlichen Beitragsgrundlage im vorvorigen Jahr gegenüber dem Vorjahr.

Hinzu kommen noch Gutschriften für Zeiten

  • der Kindererziehung
  • des Präsenz- und Zivildienstes
  • des Bezugs von Kranken- oder Wochengeld
  • des Bezugs von Arbeitslosengeld
  • des Bezugs von Notstandshilfe

Für die Berechnung der tatsächlichen Pensionshöhe, die bei Pensionsantritt zusteht, wird zu guter Letzt die Gesamtgutschrift (die aufgewertete Gutschrift aus den vergangenen Jahren plus die Gutschrift des laufenden Kalenderjahres) durch den Faktor 14 dividiert. Dieser Betrag schließlich gelangt monatlich zur Auszahlung.

Abschläge

Um ein allzu frühes Ausscheiden aus dem Arbeitsleben zu verhindern, werden auch Abschläge von der Pension berechnet. So reduziert sich die Pension für jedes Jahr Pensionsantritt vor dem Regelpensionsalter um 4,2 Prozent der Pension. Der Abschlag ist mit 15 Prozent gedeckelt.
Im Falle einer Invaliditätspension beträgt dieser Abschlag maximal 13,8 Prozent. Wurde in den letzten 20 Jahren mindestens zehn Jahre Schwerarbeit geleistet, so beträgt der Abschlag höchstens 11 Prozent. Schließlich beträgt der Abschlag bei einer Schwerarbeitspension nur 1,8 Prozent pro Jahr.

Redaktion: BERNHARD LICHTL

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