Erkältung – wie stecken wir uns an?

Erwachsene sind bis zu 4 Mal im Jahr verkühlt, Kinder sogar bis 8 Mal

„Erkältung“ steht meist im Zusammenhang mit Kälte. Experten nehmen nämlich an, dass Kälte die Durchblutung beeinflusst. Im Fall einer erschwerten Durchblutung werden weiße Blutkörperchen zur Immunabwehr nur eingeschränkt an den Eintrittsort von Krankheitserregern (Mund, Nase, Rachenraum) transportiert und schon ist man erkältet. Erkältungen werden vorwiegend von Viren verursacht. Von etwa 200 bekannten Viren sind Rhinoviren die häufigsten Auslöser. Zu einer Infektion kann es kommen, wenn Viren eines erkrankten Menschen durch Husten, Niesen oder Sprechen in die Atemwege eines anderen Menschen gelangen. Man nennt dies Tröpfcheninfektion.

      

Kontakt meiden

Weit häufiger aber werden Viren über die sogenannte Schmier- oder Kontaktinfektion übertragen. Etwa durch den direkten Kontakt, etwa der Hände, mit einem Erkrankten. Oder aber durch Berühren kontaminierter Gegenstände wie Türschnallen, Haltegriffe in der Straßenbahn oder im Bus. In den ersten zwei bis drei Tagen ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch, deshalb sollten erkrankte Betroffene in die Armbeuge niesen und sich regelmäßig die Hände waschen. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis acht Tage.

Für noch nicht erkrankte Personen sind Desinfektionssprays empfehlenswert. Aufgrund der großen Anzahl von Krankheitserregern können Menschen keine Immunität gegenüber Erkältungsviren entwickeln. Häufig erkranken wir mehrmals im Jahr an einer Erkältung, die in der Regel komplikationsfrei verläuft. Nach ungefähr 10 Tagen tritt bei etwa der Hälfte der Erkältungsfälle die Genesung ein, nach fünfzehn Tagen sind dann 90 Prozent der Betroffenen wieder gesund. Im Fall einer Erkältung empfiehlt es sich, mindestens zwei Liter am Tag zu trinken (z. B. Kräutertee), auf eine gesunde Ernährung zu achten, viele Pausen einlegen und auch viel schlafen, um die Dauer der Erkältung damit wesentlich zu verkürzen.

Text: Gerhard Krause

Fotos: Saniovital