46 Mio. Demenz-Patienten weltweit

Demez-Patienten

Weltweit sind etwa 46 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Allein in Deutschland beläuft sich die Zahl der Demenzkranken auf derzeit immerhin 1,5 Millionen. Schätzungen zufolge wird bis zum Jahr 2050 die globale Patientenzahl auf etwa 131,5 Millionen ansteigen. Ist gegenwärtig auch keine Heilung der Krankheit möglich, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege und vieles mehr den Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden.

Patientenfilm „Demenz“

Deswegen macht seit 1994 am 21. September der Welt-Alzheimertag unter der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International, London, durch vielfältige Aktivitäten die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam. In Deutschland findet zudem vom 19. bis 25. September die Woche der Demenz statt. Da sich in einer immer älter werdenden Gesellschaft das Thema Demenz entsprechend verstärkt, liefert TV-Wartezimmer, Europas größtes Gesundheits-Netzwerk, mit seinem Patientenfilm „Demenz“ einen fundierten, mit einfühlsamen Bildern informierenden Beitrag über die Erkrankung – auch zur Sensibilisierung Angehöriger. Demenz ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen mit Verlust der geistigen Fähigkeiten sowie Veränderungen der Persönlichkeit. Betroffene leiden unter zunehmender Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit. In weiter fortgeschrittenen Phasen schwindet auch das Sprachvermögen.

Die Folgen von Demenz

„Besonders belastend – auch für die Angehörigen –  sind vor allem die Persönlichkeitsveränderungen Demenzkranker!“, betont Markus Spamer, Gründer und Geschäftsführer von TV-Wartezimmer. Denn Demenz-Erkrankte werden häufig depressiv, enthemmt oder gar aggressiv. Aber Demenz ist nicht gleich Demenz: Die häufigste Demenzform ist die Alzheimer-Erkrankung. Sie geht mit einem Verlust von Nervenzellen einher, außerdem können Durchblutungsstörungen des Hirns zu einer sogenannten vaskulären Demenz führen. Doch es gibt noch weitere Demenzformen, die teils durch andere Grunderkrankungen bedingt sind wie Stoffwechselstörungen, Alkoholismus, Hirntumore oder Hirnentzündungen.

Meist nicht heilbar

Demenz ist nicht heilbar – außer wenn eine Organerkrankung ursächlich ist. Ansonsten lassen sich die Abbauprozesse im Hirn aber verlangsamen oder aufhalten. Dabei hilft ein besonderes Hirnleistungstraining in spezialisierten Einrichtungen. Auch regelmäßiges körperliches Training kann zum Erhalt geistiger Leistungsfähigkeit beitragen. Wichtig ist darüber hinaus die konsequente Behandlung von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Ergänzend können außerdem Medikamente das Fortschreiten der Demenz verzögern.

Frühe Anzeichen für Alzheimer

  1. Planung: Schwierigkeiten Pläne zu verfolgen und sie durchzuführen – all das kann bereits auf Gedächtnisprobleme hindeuten, vor allem wenn wichtige Abschnitte am Weg zum Ziel vergessen werden.
  2. Riechstörung: Alzheimer kann oft mit einer Riechstörung einhergehen.
  3. Probleme im Alltag: Jeder kann mal vergesslich sein. Wenn sich jedoch Probleme häufen, wie das Vergessen von Namen oder das Erinnern an Termine, könnte dies ein Warnzeichen sein. Auch Schwierigkeiten, alltägliche Dinge zu meistern, können auf die Erkrankung hindeuten. Wenn Sie etwa vergessen, wie der Geschirrspüler zu bedienen ist, könnte das ein ernst zu nehmender Hinweis sein.
  4. Visuelle Eindrücke: Auch Fehlsichtigkeit kann ein Anzeichen sein. Die Wahrnehmung von Farben und Kontrasten kann gestört sein. Auch das räumliche Vorstellungsvermögen kann ein Hindernis sein – zum Beispiel, wenn ein Spiegel nicht als solcher gesehen, oder sogar das eigene Spiegelbild nicht erkannt wird.
  5. Zeit und Ort: Menschen mit Alzheimer vergessen häufig , wo sie sich befinden oder welche Jahreszeit gerade ist.
  6. Wortfindung: Jedem von uns kann es mal passieren, dass das passende Wort nicht einfallen will. Bei Alzheimer-Patienten vermehrt sich das Problem, wenn sie vergessen den Satz zu beenden oder sich wiederholen. Sie haben zudem Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen.
  7. Verlieren von Gegenständen: Gegenstände werden häufiger verlegt als sonst. Betroffene sind nicht mehr in der Lage, ihre Handlungen nachzuvollziehen. Manchmal landet dabei der Kugelschreiber im Kühlschrank und andere Menschen werden des Diebstahls bezichtigt.
  8. Persönlichkeit: Auch die Persönlichkeit kann sich ändern. Alzheimer-Patienten werden oft ängstlich oder beunruhigt. Wenn sie Dinge nicht mehr verstehen, können sie auch leicht jähzornig werden.
  9. Rückzug: Betroffene ziehen sich aus sozialen Aktivitäten oder Arbeitsprojekten zurück. Sie haben Schwierigkeiten, am Laufenden zu bleiben und führen daher auch ihre Hobbys nicht mehr aus.
  10. Urteilsvermögen: Das Urteilsvermögen, vor allem in Bezug auf Geld und Hygiene, kann sich verändern. Erkrankte geben große Beträge aus oder vergessen auf Sauberkeit zu achten.

Quelle und Foto: GESUND24